Rollenspiel und ... Kuscheltiere

Montag, 14. Juli 2008

Man kann ja Rollenspiel mit allem möglichen verbinden, wie es "Plüsch, Power und Plunder" eindrucksvoll gezeigt hat. In Plüsch, Power und Plunder war man ein Kuscheltier und hat dementsprechend die Welt aus den Augen eines Kuscheltieres gesehen. Jeder Spieler musste zum Spielen ein Kuscheltier mitnehmen, welches dann gleichzeitig seinen Charakter repräsentiert hat. Die bösen Trampler (Menschen) durften natürlich nichts davon erfahren, dass die Kuscheltiere zum leben erwacht sind.

Das ganze Rollenspiel war natürlich nur eine Satire auf die großen Rollenspiele wie "Dungeons und Dragons" oder "Das schwarze Auge", doch es zeigt eindrucksvoll, wie einige Techniken Spannung im Spiel erzeugen konnte. In die Welt der Kuscheltiere muss man sich eben so hineindenken, wie in das Leben von Helden, die gegen Drachen und Magier kämpfen. Was für uns im "normalen" Rollenspiel schon fast "normal" geworden ist, ist eigentlich manchmal etwas sehr fantastisches. Die Helden werden wahrscheinlich einen Drachen oder Faustfeuerwaffen mit ähnlichen Augen betrachten, wie ein Kuscheltier das erste Mal eine böse Waschmaschine. Der Spielleiter muss nun aber vorher entsprechend die Stimmung dafür schaffen.

Das veränderte Setting lässt auch viele Abenteuer entstehen, die man in normalen Rollenspielen schlecht spielen kann. Das süße Kuscheltier, was eigentlich immer in der Ecke stand, mag sich vielleicht als böser Superschurke herausstellen, der insgeheim in seiner Einsamkeit davon träumt, die Welt der Trampler zu beherschen. Kuscheltiere können so vielleicht sogar als Inspiration für die nächste Rollenspielsession dienen.

Welches Kuscheltier würdet Ihr spielen? Was haltet Ihr von der Kombination von Kuscheltieren und Rollenspiel?

1 Kommentare:

Norbert G. Matausch hat gesagt…

Hi!
Ich hatte Pluesch, Power & Plunder nie als satirisches Rollenspiel geschrieben. Das hat dann spaeter der Phase-Verlag eingeleitet. Aber die drei Auflagen von PP&P, die ich vor dem Rechteverkauf selbst verlegt habe, zeigen das echte, unverfaelschte Spiel -- und das war nicht satirisch. Es war einfach ein Einblick in das Leben von kleinen, voellig hilflosen Wesen, die sich in einer Welt zurechtfinden muessen, die ihnen unheimlich und riesig erscheint.

Liebe Gruesse,
Norbert G. Matausch

 
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