Spielertipps: Wie macht man seinen Spielleiter glücklich in 10 Schritten

Donnerstag, 28. August 2008

Spieler sein, dass ist nicht schwer, Spielleiter sein dagegen sehr. Oder war es doch anders herum? Egal wie es bei euch in der Runde ist, hier kommen einige Tipps, wie Ihr als Spielleiter euren allwissenden Meister das Leben etwas angenehmer gestalten könnt.

1. Lasst dem Spielleiter den besten Platz
Der Spielleiter wird wahrscheinlich an dem Spieleabend wieder den meisten Stress haben. Lass ihm daher den besten Platz am Tisch (am besten am Kopfende auf einem schön bequemen Stuhl), dass er sich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren kann. Wenn der Spielleiter entspannt ist, dann sind es die Spieler auf. Somit haben alle mehr Spaß.

2. Seid Kreativ

Wenn man Kreativ ins Rollenspiel geht, muss der Spielleiter weniger improvisieren. Denk dir doch einfach mal selbst einen Subplot für deinen Charakter aus und besprich ihn mit deinem allmächtigen Meister. Das spart dem Spielleiter viel Arbeit und zeigt deinen Mitspielern ganz neue Seiten deines Charakters.

3. Lasst den Spielleiter regelmäßige Erholungspausen
Sich ständig neue Abenteuer und Begegnungen auszudenken, kann ziemlich anstrengend sein. Macht daher ab und zu am Abend mal eine Pinkel/Raucher/Diskutier-Pause von etwa fünf Minuten, dass der Spielleiter sich auf andere Sachen konzentrieren kann. Lasst die Pause aber nicht zu lang werden, denn sonst versabbelt man einen Abend schonmal.

4. Diskutiert nicht mit dem Spielleiter
Seine Entscheidungen sind heilig und sollten niemals hinterfragt werden. Nein, auch nicht in dem Falle das sie falsch sind oder Physikalisch unmöglich. Das ist der Spielleiter! Während des Spiels ist er so ein Mentor-Gott-Vater-Freund-Rosa-Wölkchen-in-der-Ecke-Ding und sollte daher ernst genommen werden.

5. Fasst niemals die Würfel des Spielleiters an
Das war vielleicht noch nicht deutlich genug: Fasse NIEMALS die Würfel des Spielleiters an. Die Würfel eines jeden Spielleiters werden vor dem Spiel geheiligt und dürfen nicht von Spielerhänden berührt werden, da ansonsten die tiefe Magie des Würfelgottes verloren gehen kann. Ein Spielleiter, dessen Würfel man berührt kann sehr böse werden und ein böser Spielleiter kann manchmal mit einem toten Charakter gleichgestellt werden.

6. Schaue über die Fehler den Spielleiters hinweg
Es ist ein Gerücht, dass der Spielleiter fehlbar währe, doch manchmal glauben Spieler, dass der Spielleiter einen Fehler begangen hat. Das passiert aber nicht! Wenn dir dennoch mal ein Fehler bei deinem Spielleiter auffällt dann können zwei Sachen passiert sein:
    1.) Er ist gar kein Spielleiter, sondern nur ein Spielleiter-Poser/Padawan
    2.) Du hast dich verguckt
In beiden Fällen ist der Fehler nicht so schlimm und kann ignoriert werden, wobei man eventuell bei sich häufenden Fehlern nach einem "echten" Spielleiter ausschau halten sollte oder mal den Spielleiter wechseln sollte.

7. Danke deinem Spielleiter am Ende des Abends
Ein einfaches Danke am Ende des Abends  zeigt deinem Spielleiter, dass du das Spiel genossen hast, und wird ihn wahrscheinlich dazu bringen, nochmal für dich zu meistern. Unterschätze nie die Macht eines einfachen "Danke".

8. Lest keine Hintergrundinformationen oder Abenteuer

Wenn Ihr keine Hintergrund-Informationen oder Abenteuer lest, macht ihr eurem Spielleiter das Leben sehr viel einfacher. Er kann euch nämlich durch diese Informationen überraschen und neue Elemente ins Spiel bringen, die unbekannt sind. Ein Spieler, der alles an Hintergrundmaterial und alle Abenteuer auswendig kennt, macht dem Spielleiter das Leben sehr schwer.

9. Lasst die letzte Süßigkeit für den Spielleiter

Normalerweise hat man am Spieltisch ein paar Süßigkeiten (meisten sogar Berge davon, die aber dennoch rasch verschwinden). Wenn eine Packung des Knabber-Süß-Krams kurz vor dem Ende ist, sollte man das letzte Teil dem Spielleiter anbieten. Das macht jeden Spielleiter glücklich, probiert es ruhig einmal aus.

10. Baue deinem Spielleiter einen kleinen heiligen Schrein
Jeder Spielleiter wird gerne an einem Schrein angebetet und erhält gerne Jungfrauen-Opfer (solange die Jungfrau gut aussieht versteht sich). Wenn ihr bereits so einen Schrein habt, würde ich mich über ein Foto freuen, vielleicht poste ich ja auch ein paar Spielleiter-Schreine in den Blog :-)

Video: Wieviel Macht sollte man seinen Spieler geben?

Dienstag, 26. August 2008



Game Master Kurt Wiegel diskutiert auf der "No Brand Con" das Thema: "Wieviel Macht sollte man den Spielern geben?". Ich fand die Diskussion sehr erhellend. Persönlich glaube ich, dass man den Spieler soviel Macht geben sollte, wie sie wollen, doch die Spieler sollten sich bewusst sein, dass die Gegner genauso mächtig sein werden. Wie macht Ihr das?

Rollenspiel und ... Notizen

Montag, 25. August 2008

Kein Spielleiter wird früher oder später darum herumkommen sich Notizen zu machen. Welche die beste Art und Weise ist, sich Notizen zu machen, darüber ist schon viel diskutiert worden, doch feststeht: Wer als Spielleiter erfolgreich sein möchte, muss sich viele viele Notizen machen. Was haben die Spieler getan? Was wollen die Spieler tun? Wo soll es mit der Kampagne weitergehen? und und und ...

Da Notizen schnell geschrieben oder gelesen werden, müssen sie kurz sein. Es macht wenig Sinn einen Roman als Notiz zu verwenden. Es empfiehlt sich also Notizen in Stichwort-Form niederzuschreiben. Natürlich kann man im nachhinein die Notizen noch weiter ausarbeiten, doch das macht meistens nur bei gewerblichen Abenteuern oder Romanen (die man aus den Rollenspielsitzungen erzeugt) Sinn.

Als Medium für die Notizen gibt es heutzutage zwei große Möglichkeiten:

Zum einen kann man alle Notizen auf dem Computer erfassen. Hierbei empfiehlt es sich, ein möglichst kleinen lautlosen Laptop zu benutzen, da dieser auch zu einer Spielesitzung mitgenommen werden kann. Für Menschen, die viel mit dem Computer arbeiten, ist dies eine schnelle gewohnte Variante der Notizenführung, und inzwischen gibt es auch viele Programme, welche einem die Notizenverwaltung abnehmen. Für Menschen, wie mich, die ihre eigene Handschrift manchmal nicht lesen können, ist diese Variante sehr zu empfehlen.

Die andere große Variante ist das klassische Notizbuch. Mit Papier und Stift kann man hier ohne weiteres seine Notizen festhalten. Ein riesiger Vorteil der handschriftlichen Notizen ist es, dass man sehr einfach Karten und kleine Bilder an die Seite der Notiz malen kann, um so noch weiter Informationen der Notiz hinzuzufügen. Des Weiteren ist es ungemein preiswerter, sich ein Notizbuch mit Stift zu kaufen, als wenn man sich einen Computer für Rollenspiel anschafft.

Ich versuche immer beide Varianten zu kombinieren. Da ich keinen kleinen lautlosen Laptop besitze (noch nicht), schreibe ich mir alle Informationen zum Abenteuer vorher auf einem Computer und drucke sie aus. Während des Abenteuers führe ich dann mein kleines schwarzes Büchlein. Welche Variante der Notizführung findet Ihr besser? Habt Ihr noch weitere für mich?

 
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