Minispiel: Zwei mal Sechs

Dienstag, 16. September 2008

Vielleicht kennt es der eine oder andere Spielleiter noch nicht, vielleicht kennt ihr es auch unter einen anderen Namen. Lasst mich euch dieses kleine geheime Spiel vorstellen, was über Jahre von einem Spielerleiter zum anderen weitergegeben wurde. Zwei mal Sechs ist das ideale Spiel, wenn man schnell ein Duell zwischen Rollenspieler austragen möchte. Ein einfaches Spiel voller Spannung.

Jeder Spieler braucht folgendes für das Spiel: 1W4, 1W6, 1W8, 1W10, 1W12, und 1W20. Das sind sechs Würfel (jetzt macht der Name vielleicht auch sinn ;-)).

Gespielt wird wie folgt: Jeder Spieler beginnt mit dem W4. Beide würfeln, der mit der höheren Augenzahl gewinnt die Runde und darf den nächsthöheren Würfel nehmen (Also erst den W6, dann den W8, usw.). Haben beide die selbe Augenzahl, wird der Wurf wiederholt. Wer als erster mit dem W20 gewinnt, hat das Spiel gewonnen.

Beispiel: Paul und Paula spielen gegeneinander. Beide werfen einen W4, Paula gewinnt mit einer 3 gegen Pauls 2. Paula würfelt nun mit einem W6, Paul weiterhin mit einem W4. Paula würfelt eine 3, Paul schafft es auf seinem Würfel eine 4 zu würfeln. Paul gewinnt und darf nun auch einen W6 benutzen. Nun gewinnt Paula aber wieder und darf einen W8 benutzen. Ich glaube das Spielprinzip sollte nun klar sein :-)

Rollenspiel und ... Spielbalance

Montag, 15. September 2008

"Von der Seifenkiste herab" hat heute einen interessanten Post bezüglich der Spielbalance in Rollenspielsystemen geschrieben. Seine Meinung könnt ihr hier lesen: klick hier.

Ich stimmte ihm vollkommen zu, dass jeder in einer Gruppe seine Aufgabe erledigen muss. Ein Dieb muss die Schlösser knacken, ein Krieger den Schaden für die Gruppe fangen, etc ... Doch in wieweit braucht man tatsächlich Gleichgewicht zwischen den Spielern? Ich glaube, dass man in einer guten Gruppe kein Gleichgewicht braucht. Rollenspiel ist ein Medium um eine Geschichte zu erzählen. Wenn man sich die großen Geschichten der Welt-Literatur anschaut, wird man wahrscheinlich keine Geschichte finden, in der alle Protagonisten gleich stark waren.

Bestes Beispiel ist ja die Gruppe aus "Herr der Ringe". Niemand kann mir erzählen, dass Gandalf und Frodo den selben Level hatten. Dennoch haben sie sich ergänzt. Frodo war der Ringträger, Gandalf der große Maia, der viele Aufgaben lösen konnte, wo die anderen Gefährten versagt haben.

Ungleichheiten in einer Gruppe kann interessante Konflikte erzeugen. Nimm eine unausgewogene Gruppe, schaffe ein Ziel, was nur der Schwache der Gruppe durch seine besonderen Fähigkeiten schaffen kann und beobachte, wie die Konflikte in der Gruppe entstehen. Die Lösung muss gemeinsam passieren und wird die Gruppe weiter zusammen bringen.

Auch das Spielbalancing zwischen Spielleiter und Spieler muss immer bedacht werden. Viele Spielleiter denken, es ist dringen erforderlich, dass die Monster das gleiche Niveau wie die Spieler haben. Dem ist aber nicht so: Nicht jedes Monster muss besiegbar sein, nicht jede Falle lösbar! Schaffe tödliche Konflikte, lasse Auswege, aber versperre den offensichtlichen Weg um die Spieler zum nachdenken zu bringen. Wenn die Spieler nur noch auf dem Zahnfleisch gehen und spüren, dass sie an jeder Ecke der Tod erwartet, werden sie wirklich einst mit dem Spiel und werden sagen: "Ja, heute hatte ich Spaß!" (Jedenfalls war das bei meinen Spielern immer so ;-)).

Das Einzige worauf man bei einer unausgewogenene Gruppe achten muss, ist das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere. Wenn ein Spieler nicht mit anderen Spielern in der Gruppe zusammenspielen will, müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um das Spiel dennoch für alle Interessant zu gestalten.

Was haltet ihr vom Spielbalancing?

 
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